DRG Wörterbuch

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up - A -
AR-DRG Australische DRG´s (Fallpauschalensystem)
"Australian Refined Diagnosis Related Groups". Basierend auf diesem System wird ab dem Jahr 2003 auch in deutschen Krankenhäusern ein pauschalierendes, durchgängiges DRG-Vergütungssystem verwendet.
Abschläge Es gibt Abschläge wenn ein Patient unterhalb der unteren Grenzverweildauer entlassen wird. Weiter gibt es Abschläge wenn ein Patient vor erreichen der mittleren Verweildauer in ein anderes Krankenhaus verlegt wird. Abschläge gibt es jeweils pro Tag nicht pauschal.
Ausnahme von der Wiederaufnahme DRG´s die als Ausnahme von der Wiederaufnahme gekennzeichnet sind werden nicht zusammen geführt. (Fallzusammenführung bei Wiederaufnahme)
up - B -
Baserate Zur Berechnung des Preises für die Krankenhausbehandlung wird das Effektivgewicht des Falles mit der Der krankenhausspezifischen (später bundesweite) Baserate (ausgedrückt in Euro) multipliziert.
Basisfallwert siehe Baserate
Bewertungsrelation Relativgewicht
Belegungstage Tag der Aufnahme und alle weiteren stationären Behandlungstage ohne den Entlass- bzw. Verlegungstag
up - C -
CMI Case Mix Index
Case Mix Index Fallschwere-Index, durchschnittliche Fallschwere pro Fall oder definierte Patientengruppe
Summe der Relativgewichte aller Behandlungsfälle, dividiert durch die Anzahl der Behandlungsfälle
Gibt den durchschnittlichen Erlös der Fälle wieder wenn man den CMI mit der Baserate multipliziert.
CM Case Mix
Case Mix Summe der Effektivgewichte. Dieser Bewertungs- und Vergleichswert bezieht sich auf einzelne Fälle oder das in einem Krankenhaus behandelte Patientenspektrum
CCL Komplikations- und Comorbiditäts- Level einer Diagnose (siehe auch Schweregrad)
up - D -
DKR Deutsche Kodierrichtlinien
DRG Diagnosis Related Groups
Diagnosis Related Groups Diagnosebezogene Fallpauschalen, es werden medizinisch ähnliche Fälle in Gruppen mit ähnlichen hohen Behandlungskosten gesteckt. Hierbei handelt es sich immer um eine Mischkalkulation.
Duale Finanzierung Dies ist das derzeit bestehende Finanzierungssystem der deutschen Krankenhäuser in dem die gesetzlichen Krankenkassen und die privaten Krankenversicherungsunternehmen die allgemeinen Kosten für die medizinischen Leistungen und für Unterkunft und Verpflegung vergüten (Betriebskosten) übernehmen und die Bundesländer die Investitionskosten.
DRG Code Der Code ist dreigeteilt, in der Regel an erster Stelle ein Buchstabe, aus diesem lässt sich die MDC ablesen. Die zweite und dritte Stelle Ziffern, zählen die einzelnen DRG´s der MDC durch und unterteilt sie in operative, medizinische und andere Fallpauschalen (01 - 39 operativ, 40 - 59 andere, 60 - 99 medizinisch). An der vierten Stelle wieder ein Buchstabe, A - F oder Z hier wird der ökonomische Grad angegeben wobei A den höchsten und F den niedrigsten Grad angibt, Z bedeutet, dass die DRG nicht in unterschiedliche Grade zu unterteilen ist.
DRG Bezeichnung Jede DRG hat neben dem Code noch einen beschreibenden Text, aus dem man andeutungsweise erkennen kann was tatsächlich bei dem Patienten gemacht wurde, bzw. welche Erkrankung er hat.
DRG Klartext DRG Bezeichnung
up - E -
Effektivgewicht = Relativgewicht + Zuschläge - Abschläge, multipliziert man das Effektivgewicht mit der Baserate erhält man den tatsächlichen Erlös des Falls
Erlös Fallbezogen = Effektivgewicht x Baserate Abteilungs- oder klinikbezogener Erlös = Summe der Effektivgewichte x Baserate
up - F -
Fallpauschale Vergütungsform im Krankenhausbereich (siehe auch Sonderentgelte) über die derzeit Krankhausleistungen abgewickelt werden. Die Fallpauschale deckt im Rahmen der Vergütung im Krankenhausbereich den gesamten Behandlungsfall ab (pro Patient)
Dieses System ist ab dem 01.01.2004 verpflichtend für alle Akutkrankenhäuserals.
Fallzusammenführung Wird ein Patient innerhalb eines gewissen Zeitfensters ins gleiche Kh. nochmals aufgenommen so kommt es zu einer Fallzusammenführung, d.h. es werden alle Daten der beiden Fälle zusammenaddiert (Diagnosen, Prozeduren u. Verweildauer) dann wird der Zusammengeführte Fall erneut groupiert und man erhält die eine abzurechnende DRG für beide Fälle. Ausgenommen von dieser Regelung sind DRG´s die als "Ausnahme von der Wiederaufnahme" im Fallpauschalen Katalog gekennzeichnet sind. Hier bleibt es bei zwei Fällen auch wenn die Patienten innerhalb des Zeitfensters wieder aufgenommen werden, es sei denn die Patienten werden wegen Komplikationen wieder aufgenommen, dann werden auch DRG´s die von der Wiederaufnahme Regelung ausgeschlossen sind fallzusammengeführt.
Fehler DRG Die DRG´s die abweichend der Norm mit einer 9 und nicht mit einem Buchstaben anfangen. Fehler DRG´s lassen sich in verbotene DRG´s wenn der Fall nicht gruppierbar ist, weil beispielsweise die Hauptdiagnose fehlt und in erlaubte DRG´s unterteilen wenn beispielsweise die Hauptdiagnose und die Hauptprozedur nicht zusammen passen (z.B. Tonsillitis und Bypass OP).
FPV Fall Pauschalen Verordnung
Fall Pauschalen Verordnung Hier findet man bestimmte Abrechnungsbestimmungen für die Abrechnung von DRG´s, sowie in den Anlagen den Fallpauschalenkatalog, nicht kalkulierte DRG´s die bundeseinheitlichen Zusatzentgelte und nicht kalkulierte Zusatzentgelte.
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up - G -
G-DRG Deutsche DRG´s
Grouper Unter einem Grouper versteht man eine Software, die die Zuordnung von Behandlungsfällen zu einer Fallgruppe des DRG- Systems durchführt.
Groupie Neudeutsche Bezeichnung eines Performers.
Groupies sieht man oft mit einem Berg von Akten hinter den von Ihren begehrten Schlüsselnummern herlaufen.
up - H -
Hauptdiagnose Die Diagnose, die nach Analyse als diejenige festgestellt wurde, die hauptsächlich für die Veranlassung des stationären Aufenthaltes des Patienten im Krankenhaus verantwortlich ist. Neu in 2005: es darf (muss) auf relevante Befunde gewartet werden, die zum Zeitpunkt der Entlassung noch ausstehen . Diagnosen sind im ICD 10 Katalog zu finden.
up - I/J -
ICD 10 Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (10. Revision). In diesem Katalog findet man Diagnosen und die dazugehörigen Diagnoseschlüssel (z.B. I21.0 Akuter transmuraler Myokardinfarkt der Vorderwand oder F70.9 Leichte Intelligenzminderung, ohne Angabe einer Verhaltensstörung) aber auch sind "Zustände" und andere Faktoren zu finden (Z43.3 Versorgung eines Kolostomas oder V99! Transportmittelunfall). Der ICD 10 ist in 22 Kapitel nach Organsystemen bzw. sonstigen Faktoren unterteilt.
INEK Inek der altägyptischer Kleinkönig aus der Hyksos-Zeit, 16. Dynastie
oder
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK gGmbH), von den Selbsverwaltungspartnern 2001 gegründes Institut, das die Vertragspartner bei der Einführung und kontinuierlichen Weiterentwicklung des DRG-Systems unterstützt
Hierzu definiert und Pflegt das INEK die n der DRG-Fallgruppen und das Schweregrad-Systems. Es erarbeitet die Kodierrichtlinien und schlägt Anpassungen von ICD und OPS vor
up - K -
Kodierfachkraft Kodierer, Performer, Groupie, leider hat die Redaktion keine Angaben zum Berufsbild gefunden, jedoch eine Nennung bei der Beschreibung des Lügenmoors. In Diesem versinkt man so tief wie man im bisherigen Leben gelogen hat. Ein Betriebswirt aus der KLR und ein "die Rechnung schreibender" Arzt verirren sich in diesem Moor. Der Betriebswirt versinkt sofort, dank der schönen Rechnung vom letzten Jahr, bis zum Knie. Beim Blick auf den Mediziner, der über das Moor zu schweben scheint, meint er erstaunt;" Du müsstest doch, dank upcoding und Umwandlung von ambulant zu stationär, bis zum Hals verschwinden". Nach kurzem Blick in alle Richtungen kommt die Antwort:" Pst ich steh auf dem Kodierer".
Kodierrichtlinien Spezielle und allgemeine Richtlinien zur Verschlüsselung von Diagnosen und Prozeduren. Diese Richtlinien kann man mit einem Gesetz vergleichen, sie werden jeweils zum Jahreswechsel erneuert. Für Interessierte hier der Link zu den DKR 2006.
up - L -
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up - M -
MDC Major Diagnostic Category
Major Diagnostic Category Hauptkategorien im DRG-System
Mittlere Verweildauer Statistisch berechneter Wert, basierend auf Grundlage der gelieferten Falldaten der Kalkulierenden Krankenhäuser an das InEK.
up - N -
Nebendiagnose Eine Krankheit, die entweder gleichzeitig mit der Hauptdiagnose besteht oder sich während des Krankenhausaufenthaltes entwickelt. Sie verursacht therapeutische oder diagnostische Maßnahmen oder geht mit einem erhöhten Betreuungs-, Pflege und/oder Überwachungsaufwand einher.
up - O -
obere Grenzverweildauer Statistisch berechneter Wert, basierend auf Grundlage der gelieferten Falldaten der Kalkulierenden Krankenhäuser an das InEK. Bei Überschreiten gibt es Zuschläge.
OPS In diesem Katalog findet man die Codes zum verschlüsseln von Operationen und Prozeduren
up - P -
Partition Gibt zusätzlich zum DRG Code nochmals an ob es sich um eine operative (O), andere (A) (z.B. Koloskopie od. Herzkatheter) oder medizinische (M) Fallpauschale handelt
PCCL Komplikations- und Comorbiditäts- Level eines Patienten (siehe auch Schweregrad)
Prä MDC Sind die DRG´s deren Code mit A anfängt, hier findet man Konfliktträchtige Einzelfälle wie z.B. Transplantationen und Langzeitbeatmungen
up - Q -
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up - R -
Relativgewicht Die Gewichtung einer DRG, d.h. den Punktwert multipliziert mit der Baserate ergibt den kalkulierten Erlös für die DRG.
Rückverlegung Wird ein Patient von Kh. A in Kh. B verlegt und anschließend in ins Kh. A zurück verlegt kann es zu einer Fallzusammenführung der Fälle des Kh. A kommen.
up - S -
Schweregrad Jeder Diagnose ist ein Schweregrad von 0-4 hinterlegt, es werden mit Hilfe des Groupers Haupt- und Nebendiagnosen in Relation gesetzt, so entsteht der Patientenindividuelle Schweregrad auch in den Ausprägungen 0-4
up - T -
up - U -
Upcoding Bezeichnet jeden CM Anstieg, der nicht durch eine Schweregraderhöhung, sondern durch ein geändertes Codierverhalten (meist durch Lerneffekte, die zu einer höheren Codierqualität führen, aber auch durch bewusste Manipulation) begründet ist.
untere Grenzverweildauer Statistisch berechneter Wert, basierend auf Grundlage der gelieferten Falldaten der Kalkulierenden Krankenhäuser an das InEK. Bei Unterschreiten gibt es Abschläge.
up - V -
Verbringung Krankenhaus A kauft sich von Kh. B eine Leistung ein, bezahlt diese Leistung auch direkt an Kh. B. dafür darf A dann die komplette DRG abrechnen, inkl. der Leistungen die B erbracht hat. B darf keine DRG abrechnen (bekommt Leistung ja von A erstattet). Die eventuell entstehenden Fahrtkosten muss A tragen, diese Kosten dürfen Nicht der Krankenkasse in Rechnung gestellt werden.
Verlegungspauschale Als Verlegungspauschale sind die DRG´s gekennzeichnet, die bei Verlegung keinen Abschlag bekommen.
Verlegung Wird ein Patient in ein Krankenhaus weiter verlegt, rechnet jedes Kh. seine eigene DRG ab.
Verweildauer Belegungstage
Es ist die Zeitspanne einer Krankenhausbehandlung vom Aufnahme- bis zum Entlassungstag. Wobei im DRG Zeitalter Entlassungs- bzw Verlegungstag nicht mitgezählt werden bei der Berechnung der Fallppauschale.
Bei vergleichbaren Behandlungen sind die Kunden deutscher Krankenhäuser durchschnittlich 9,6 Tage im Krankenhaus, in Dänemark 3,8 Tage, in Frankreich 5,5 Tage und in Italien 7 Tage.
up - W -
up - X Y Z -
Zuschläge Es gibt Zuschläge wenn ein Patient oberhalb der oberen Grenzverweildauer entlassen wird. Zuschläge gibt es jeweils pro Tag nicht pauschal.
Zusatzentgelte Zusatzentgelt was zusätzlich zu der DRG gezahlt wird z.B. manche teure Medikamente.
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